Die A-Junioren der JSG Niedertiefenbach/Dehrn sicherten sich nach einem hochklassigen und bis zum Schluss nervenaufreibenden Fußballkrimi durch einen 3:2-Erfolg über "Angstgegner" JSG Goldener Grund die Meisterschaft in der Kreisklasse Limburg-Weilburg. Die Treffer erzielten Noah Bursky (2) und Granit Januzaj, der sich zudem mit 13 Treffern unangefochten die Torjägerkrone in der AJKK LM-WB holte.


Die mit einer gemischten A/B-Jugendmannschaft angetretene JSG Niedertiefenbach/Dehrn verpasste lediglich um einen Punkt die Qualifikation zur A-Jugend-Kreisliga und ging als einer der Favoriten in die Meisterschaftsrunde der Kreisklasse Limburg-Weilburg. Nach zum Teil souveränen Erfolgen gegen JSG Merenberg/Obertiefenbach (9:2), SV RW Hadamar (4:1), JSG Hirschhausen/Bermbach/Drommershausen (10:0) kassierte man bei der JSG Goldener Grund (0:5) die einzige, wenngleich deftige Niederlage. Doch bereits im folgenden Spiel zeigte das Team eine Reaktion und gewann bei der JSG Merenberg/Obertiefenbach mit 4:0. Äußert unglücklich verlief das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV RW Hadamar, als man in der Schlussminute durch ein Eigentor noch den Ausgleichstreffer zum 2:2 hinnehmen musste. Somit bedurfte es noch zwei Siege in den beiden letzten Partien um die Runde sicher auf Platz 1 zu beenden. Die Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten JSG Hirschhausen/Bermbach/Drommershausen wurde mit einem 5:3-Erfolg souverän bewältigt. Das letzte Spiel gegen Angstgegner JSG Goldener Grund, dem man bereits in der Qualifikation mit 2:4 unterlegen war, musste die Entscheidung um die Meisterschaft bringen. Zumal man davon ausgehen musste, dass der SV RW Hadamar zu Hause gegen Schlusslicht JSG Hirschhausen/Bermbach/Drommershausen drei Punkte einfahren dürfte.

Die Partie gegen JSG Goldener Grund war im ersten Abschnitt geprägt von starken Defensivleistungen. Beide Mannschaften ließen kaum gefährliche Tormöglichkeiten zu. Nach einer knappen halben Stunde nahm sich Noah Bursky ein Herz und schoss aus 18 Metern unhaltbar rechts oben zur 1:0-Führung ein. Granit Januzaj und Leon Stoll hatten weitere Möglichkeiten während die Gäste meist durch Standards wie Freistöße und Ecken gefährlich wurden. Als Granit Januzaj kurz nach der Pause auf 2:0 erhöhte, ahnte noch niemand, welche Dramatik die restliche Spielzeit noch bringen würde. Die Heimelf hatte die Partie jetzt im Griff. Marvin Höhler scheiterte aus kurzer Distanz freistehend an der Lattenunterkante. Das 3:0 wäre die Vorentscheidung gewesen. Stattdessen nutzten die Camberger die beiden einzigen Unsicherheiten der ansonsten starken Abwehrreihe um Bastian Eller und Till Kohlhauer binnen zwei Minuten zum 2:2-Ausgleich. Zu allem Überfluss handelte sich Granit Januzaj kurz darauf eine Zeitstrafe ein. Jetzt drohte die Partie endgültig zu kippen, die nach dem 2:0 sicher geglaubte Meisterschaft geriet gehörig ins Wanken. Doch die Mannschaft um Interimskapitän Tim Graulich richtete sich wieder auf und fand nach und nach wieder zurück ins Match. Granit Januzaj und Marvin Höhler hatten sogenannte 100%-ige Möglichkeiten auf dem Schuh, trafen aber das Gehäuse nicht. Doch da war ja noch Noah Bursky, der sich an seinen Führungtreffer erinnerte und und es kurz vor Schluss noch einmal probierte. Sein Schuss von der Strafraumkante schlug dieses Mal links unten neben dem Torpfosten zur erneuten 3:2-Führung ein. In den Schlussminuten merkte man beiden Seiten die intensive Partie an. Gleich mehrere Spieler mussten hüben wie drüben von Wadenkrämpfen geplagt ausgewechselt werden. Die Heimelf brachte die Führung souverän über die Zeit und durfte sich über den verdienten Sieg und die Meisterschaft freuen.

v. l.: Marvin Höhler, Granit Januzaj, Mirco Löw, Jakob Wahl, Noah Bursky, Johannes Graulich, Marcel Steinsulz, Tobias Jung, Bastian Eller, Tim Graulich, Manuel Seidl, Finn Weselmann, Filip Burda, Leon Stoll, Till Kohlhauer, Max Stippler

Folgende Spieler kamen in der Saison ebenfalls zum Einsatz und hatten gleichermaßen Anteil am Erfolg: Deniz Arslan, Luca Bursky, David Engelhart, Marvin Hildmann, Jarvis Höhler, Johannes Koch, Julius Kremer, Maximilian Müller, Moritz Nickel, Emre Öcal, Tobias Schäfer, René Trür und Anton Wolf

Trainer und Betreuer: Jörg Leber, Steffen Gräf, Marco Löw und Winfried Schmidt